Clouds für Apple-Anwender im Vergleich: iCloud und die anderen - Hack The Mac

Clouds für Apple-Anwender im Vergleich: iCloud und die anderen

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Es muss nicht immer die iCloud sein, denn Cloud-Anbieter gibt es etliche – und viele davon sind günstiger oder bieten Features, bei denen Apple passen muss. Wir zeigen die besten Alternativen zu Apples iCloud, darunter natürlich Google Drive, Dropbox, aber auch Amazon Drive und One Drive von Microsoft. Welche davon am besten abschneidet, soll der nachfolgende Vergleich zeigen.

Es gibt scheinbar kein Entrinnen mehr: In irgendeiner Cloud ist wohl mittlerweile jeder Mitglied – wenn man denn mit einer einzigen auskommt. Denn Cloud-Dienste gibt es von etlichen Anbietern, ob sie nun eigentlich Computer anbieten, Informationen verkaufen, Shops betreiben oder Programme vermieten. Als Konsument fragt man sich bisweilen, warum Firmen eigentlich so scharf darauf sind, einem jede Menge Speicherplatz und Features im Internet zur Verfügung zu stellen.

Die Antwort darauf hat mehrere Aspekte. Zum einen sind die meisten Cloud-Dienste nur kostenlos, solange man mit wenig Speicherplatz auskommt. Ist der Kunde dann erst mal angefixt und braucht mehr Platz, muss er zahlen – und das teils nicht zu knapp und jeden Monat aufs Neue. Und da es sehr mühselig werden kann, seine Daten wieder aus der Cloud heraus auf den lokalen Rechner oder zu einem anderen Anbieter zu bekommen, bleiben die Kunden den Cloud-Anbietern meist erstaunlich treu. Und natürlich wollen die ihre Kunden in eine Abhängigkeit treiben, aus der sie nicht mehr so leicht herauskommen. Dazu benötigt man möglichst viele unentbehrliche Features, die die Konkurrenz nicht bieten kann. Und wenn all diese Strategien versagen, kann ein Cloud-Dienst wenigstens den anderen das Geschäft verderben, indem er günstiger ist oder mehr bietet als die anderen.

Clouds für viele Zwecke

Ihren Anfang nahm die Cloud-Welle mit Diensten wie Dropbox, die vor allem Speicherplatz für Dateien im Internet boten. Die Grundidee ist immer noch bestechend einfach: Man speichert die Dateien in einen bestimmten Ordner auf dem Mac, dessen Inhalt im Hintergrund mit der Cloud synchronisiert wird, sodass man vom eigentlichen Dateitransfer kaum noch etwas mitbekommt.

Ein zweiter Schwerpunkt vieler Cloud-Anbieter sind Fotos. Bilder in die Cloud zu verschieben ist vor allem für Besitzer von Smartphones interessant, denn mit diesen lassen sich zwar Unmengen an Fotos schießen, aber nur schlecht im knapp bemessenen internen Speicher sichern. Lagert man die Bilder in die Cloud aus, spart man nicht nur Platz auf dem Gerät, sondern kann die Bilder oft auch sehr leicht mit anderen teilen oder öffentlich verfügbar machen. Gerade bei Fotos ist das Bedürfnis nach viel Platz und leichtem Zugriff erfahrungsgemäß besonders hoch, und so gibt es auch einige reine Foto-Clouds wie beispielsweise Flickr.

Und daneben gibt es noch etliche Clouds, die spezialisierte Einsatzzwecke haben, zum Beispiel die Creative Cloud von Adobe, die vor allem dazu gedacht ist, Publishing-Dokumente und Einstellungen für die Programme untereinander auszutauschen. Diese Cloud-Dienste stehen aber nur zahlenden Kunden zur Verfügung und sind nicht wirklich erste Wahl, wenn jemand einfach nur etwas Onlinespeicher sucht. Und bei einigen Anbietern hat man auch den Eindruck, dass sie Server-Dienste für Kleinigkeiten oder altbekannte Dienste wie Mail der Mode gehorchend in einen Cloudspeicher umbenannt haben.

Vertrauen und Sicherheit

Einem Cloud-Anbieter vertraut man meist einiges an: persönliche Daten, wichtige Dateien, Adressen und auch Bilder, die heutzutage von vielen Anbietern sogar nach Gegenständen und Personen durchsuchbar sind. Alle versprechen, dass die Daten bei ihnen sicher aufgehoben sind, doch eine gewisse Vorsicht ist sicherlich nicht verkehrt. Im Zweifel sollte man sich einfach fragen, welche Motivation der Anbieter hat, also ob er damit direkt Geld verdienen möchte oder ob er überwiegend mit Informationen handelt.

Vertrauliche Daten sollten also möglichst verschlüsselt übertragen und abgelegt werden. Und das sollte automatisch passieren, denn spätestens, wenn man sich auch mit dem Smartphone mit der Cloud verbinden möchte, ist Bequemlichkeit gefragt.

Der Maßstab bleibt die iCloud

Für Mac-Anwender ist Apples iCloud die scheinbar natürliche Wahl, und das nicht nur, weil man schon bei der Installation danach gefragt wird und die passende Systemeinstellung schon vorhanden ist. Sondern auch ganz schlicht wegen der Vielfalt: Die iCloud kümmert sich um Adressen, Termine, Notizen, Erinnerungen und Lesezeichen für den Safari-Browser. Aber sie bietet auch Funktionen zum Austausch von Passwörtern, zum Zugriff auf den Mac aus dem Internet und eine Suchfunktion für verlorene oder gestohlene Geräte. Und sie ist bestens nicht nur in macOS, sondern auch in iOS integriert. Beim Filehosting synchronisiert die iCloud zudem die persönlichen Ordner des Mac, und die Fotomediathek bietet über die Fotos-App sehr weitreichende Bearbeitungsmöglichkeiten. Kein anderer Anbieter kommt nur in die Nähe dieser Möglichkeiten.

Aber es gibt auch einige Argumente gegen die iCloud: Spätestens bei den Preisen kommt man schnell zur Frage, ob nicht ein anderer Anbieter günstiger kommt. Beispielsweise kann man sich durchaus überlegen, ob man nicht zumindest die größten Platzfresser, also Dateien und Fotos, irgendwo anders lagern kann. Und es ist generell nicht die schlechteste Strategie, seine Daten und damit auch das Risiko auf mehrere Anbieter zu verteilen, also verschiedene Cloud-Dienste parallel zu nutzen.

Geht es nur um Filehosting und Fotos, glänzt nach wie vor Dropbox, weil es sich mit seiner Finder-Integration sehr gut in macOS einbinden kann. Doch auch die anderen Kandidaten haben einiges zu bieten: Google offeriert viel Platz und schluckt Fotos und Videos sogar unbegrenzt. Microsoft bietet für wenig Geld den vollen Zugang zu Office und Amazon packt seine Streaming-Angebote drauf, die zusätzlich zum Nutzen auch Spaß versprechen.

Verbindung

Cloudspeicher erfordern eine ständige Internetverbindung und verursachen gerade bei der Übertragung von Fotos und großen Dateimengen eine schwere Last für die Verbindung, die deswegen schnell und zuverlässig sein sollte. Ist sie lahm, machen Cloud-Dienste keinen Spaß, vor allem die beschränkte Uploadrate einfacher DSL-Anschlüsse kann stark bremsen.

Google Drive

Ein Google-Account ist für Android-Besitzer das, was dem Mac- oder iPhone-Besitzer sein iCloud-Account ist, denn damit sind ein Mail-Dienst, Terminkalender und vieles mehr verbunden. Der Teil, der sich mit dem Filehosting auseinandersetzt, nennt sich Google Drive und bietet in der kostenlosen Variante 15 Gigabyte Speicherplatz. Für 2 Euro pro Monat gibt es 100 Gigabyte, ein Terabyte kostet 10 Euro. Zu Google Drive zählt nicht nur der Filehosting-Dienst, sondern auch Google Fotos und die Möglichkeit, Office-Dokumente im Browser zu bearbeiten und zu erstellen.

Apps für macOS und iOS

Lädt man sich das zugehörige Mac-Programm für Google Drive herunter, wird ein Ordner auf dem Mac erzeugt und automatisch synchron gehalten. Ein kleines Menüleistensymbol zeigt die letzten Aktivitäten an und öffnet bei Bedarf den Ordner oder das Webinterface von Google Drive. Dahin muss man auch gehen, wenn man Dateien oder Ordner für andere freigeben möchte.

Diese sehr auf den Browser ausgerichtete Art der Bedienung hat Google zu einer gewissen Perfektion getrieben, was sich vor allem in den Diensten Google Docs, Tabellen und Präsentationen ausdrückt, mit denen sich Office-Dokumente bearbeiten lassen. Dafür ist der Browser zuständig und der Funktionsumfang entspricht durchaus einem vollwertigen Office-Paket. Sehr gut sind dabei nicht zuletzt die Möglichkeiten, gemeinsam mit anderen an den Dokumenten zu arbeiten. Damit auch iOS-Geräte alle Möglichkeiten nutzen können, gibt es passende Apps.

Auch der Foto-Service kann sich sehen lassen, denn er bietet unbegrenzten Speicherplatz, sofern man sich mit einer maximalen Auflösung von 16 Megapixeln für Bilder und dem 1080p-Format für Videos abfinden kann. Möchte man die volle Auflösung erhalten, wird der Platzbedarf auf das normale Kontingent angerechnet. Google bietet einen sehr großen Funktionsumfang, wenn man Mail und diverse andere Dienste mit hinzurechnet. Nur ist die Integration in macOS nicht ganz so gelungen wie bei iCloud.

Mail & Co

Google bietet zusätzlich zu Drive noch eine Vielzahl weiterer Dienste wie etwa Gmail. Für Android-Anwender ist ein solcher Account Pflicht, auf Mac und iOS lässt er sich als Internetaccount einrichten.

Dropbox

Für viele ist Dropbox zu einem Synonym für Cloudspeicher-Dienste geworden, denn dem Unternehmen gelang es als einem der ersten, Leute zur massenhaften Nutzung von Cloudspeicher zu bewegen. Der klare Schwerpunkt ist dabei das Filehosting, später kamen auch Fotos dazu. Wegen seiner Einfachheit ist der Dienst bis heute bei vielen Leuten sehr populär.

Dateien speichern und teilen

Die Dropbox ist zunächst ein Account für einen in der Größe begrenzten Onlinespeicher. Dieser ist erst nur zwei Gigabyte groß, doch das Kontingent lässt sich durch Aktionen wie das Anwerben neuer Nutzer auf bis zu 32 Gigabyte steigern. Wenn das nicht reicht, werden knapp 10 Euro im Monat für den ein Terabyte großen Pro-Account fällig.

Die Mac-Software sorgt dafür, dass der Inhalt eines Ordners auf der Festplatte automatisch mit dem Cloudspeicher synchron gehalten wird. Installiert man Dropbox auf weiteren Rechnern, werden deren Dropbox-Ordner automatisch über die Cloud synchronisiert. So weit ist das der Standard aller Filehoster. Gut gelungen ist aber die Integration in den Finder: Über das Kontextmenü lassen sich Links zu Dateien erzeugen, mit denen andere Leute die Datei einfach herunterladen können. Ordner kann man mit anderen Dropbox-Anwendern teilen, sodass deren Inhalt bei beiden auftaucht und sehr leicht ausgetauscht werden kann. Außerdem lassen sich Ordner von der Synchronisierung ausschließen.

Fotos

Zusätzlich zu Dateien kann sich die Dropbox auch um Fotos kümmern. Bilder können entweder vom Rechner aus einfach in einen entsprechenden Ordner geschoben oder von iOS aus automatisch hochgeladen werden. Dropbox erzeugt daraus auf Wunsch Galerien, die sich mit jedem Browser ansehen lassen.

Für das reine Filehosting ist Dropbox nach wie vor erste Wahl, denn mit kaum einem Cloud-Dienst ist es einfacher, mal kurz eine Datei freizugeben und einfach Ordner mit anderen zu teilen. Für richtige Arbeitsgruppen und Firmen gibt es auch Accounts mit deutlich mehr Speicherplatz und fein steuerbaren Zugriffsrechten. 

Kontextmenü

Aktiviert man in den Einstellungen zu Dropbox die Finder-Integration, lassen sich Funktionen wie die Freigabe-Einstellungen im Finder mit der rechten Maustaste sehr komfortabel im Kontextmenü aufrufen.

Amazon Drive

Angefangen hat Amazons Prime-Dienst als Service für schnelle und kostenlose Paketlieferungen, doch mittlerweile bekommt man mit dem gleichen Abo auch Filme und Musik im Streaming-Angebot und mit Amazon Drive Speicherplatz für Dateien und Fotos. Diese Menge an sehr unterschiedlichen Diensten ist insofern nötig, als dass Amazon der einzige Anbieter in diesem Vergleich ist, dessen Angebot grundsätzlich mit Kosten verbunden ist. Den recht günstigen Jahrespreis von bisher 49 Euro hat Amazon unlängst auf 69 Euro angehoben.

Fokus auf Fotos

Amazon Drive ist nicht unbedingt auf Filehosting spezialisiert, sondern zunächst eher auf Bilder. Der Speicherplatz für normale Dateien, die hier auch Videos enthalten, ist auf fünf Gigabyte beschränkt, lässt sich allerdings für 70 Euro pro Jahr auf unbegrenzte Größe erweitern. Dafür ist der Speicherplatz für Fotos schon in der Basisversion unbegrenzt. Und dabei verspricht Amazon, die Bilddateien nicht zu verändern oder in der Größe zu begrenzen. Für die Webansicht werden zwar „optimierte“ Vorschaudateien erzeugt, zum Download stehen aber auch die Originale bereit.

Der Fotodienst ist natürlich praktisch, vor allem wegen seiner unbegrenzten Aufnahmefähigkeit, mit der sich auch große Fotobibliotheken auslagern lassen. Über das Webinterface können Sie Bilder betrachten, in Alben sortieren und auch für andere freigeben.

Das Problem an Amazon Drive ist allerdings der Bedienkomfort und etwas eingeschränkte Möglichkeiten. Für Dateien gibt es keine automatisch gespiegelten Ordner, sondern Uploads und auch Downloads müssen manuell über das Webinterface angestoßen werden. Apps, die das Ganze ein wenig besser automatisieren, gibt es nur für iOS und Android, was insofern nicht ganz so schlimm ist, als dass mit diesen Geräten wohl auch das Gros der Bilder entsteht. Und die Bearbeitungsmöglichkeiten für hochgeladene Fotos im Web beschränken sich wirklich auf das Nötigste. Der Cloud-Dienst ist also kein wirkliches Argument für Amazon Prime, Video- und Musik-Streaming dagegen lohnen sich.

Preiserhöhung

Ab dem 1.2.2017 hebt Amazon den Preis von bislang 49 auf 69 Euro pro Jahr an. Selbst dann wird Amazon aber noch zu den günstigsten Streaming-Anbietern gehören. In den USA ist das Prime-Angebot übrigens mit 99 Dollar pro Jahr deutlich teurer.

Microsoft OneDrive

Microsofts Filehosting-Dienst hört auf den Namen OneDrive und ist normalerweise in Windows integriert, lässt sich aber mit einem entsprechenden Programm ebenso auf dem Mac nutzen. Auch OneDrive nimmt zunächst einmal Fotos und Dateien aller Art auf, doch der eigentliche Grund für die Existenz ist wohl Office. Denn auch Microsofts Office-Paket ist längst in einer Onlineversion aktiv und der Cloudspeicher dient vor allem dem Dateiaustausch mit mobilen Geräten.

Upgrade am einfachsten mit Office

Beantragt man einen kostenlosen Account bei Microsoft, bekommt man fünf Gigabyte Speicherplatz, den man für 2 Euro im Monat verzehnfachen kann. Doch wenn man schon Geld ausgibt, kann man auch gleich 7 Euro pro Monat in die Hand nehmen und damit nicht nur ein Terabyte Speicherplatz, sondern auch eine Office-365-Personal-Lizenz erwerben. Für 10 Euro gibt es Office 365 für fünf Benutzer. Die Office-Lizenz bedeutet, dass man sich die bekannten Office-Programme bei Microsoft laden und wie gewohnt nutzen kann. Selbstverständlich lassen sich mit diesen Programmen auch Office-Dateien lokal auf dem Rechner bearbeiten.

Bereits das kostenlose OneDrive-Konto reicht aber schon, um mit Word, Excel und Powerpoint im Browser bei erstaunlich wenigen Einschränkungen zu arbeiten. Und übrigens reicht das kostenlose Konto auch, um die gut gemachten iOS-Apps nutzen zu können.

Beim Abgleich von Dateien erweist sich OneDrive als praktisch: Auch bei Microsoft kann man einen Ordner bestimmen, der automatisch mit der Cloud abgeglichen wird. Die volle Kontrolle über das Freigeben, die Verwaltung und den Account bekommt man letztlich nur über das Webinterface. Von hier geht es auch zu den Webversionen von Office.

Die Fotos sind zum einen das schmückende Beiwerk für Office-Dokumente, zum anderen kann man sie aber auch im Web ansehen. Bei einigen werden womöglich die Alarmglocken schrillen, wenn sie hören, dass sie nicht nur in den Inhalten ihrer Office-Dokumente, sondern auch in Fotos nach Texten und Gegenständen suchen können. 

Foto-Upload

Unter iOS lassen sich Fotos vom Gerät auch automatisch auf OneDrive laden. Einen automatischen Abgleich mit der Fotobibliothek von macOS gibt es hingegen nicht.

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Clouds Für Apple-Anwender Im Vergleich: ICloud Und Die Anderen

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